Göttinen,  Keltischer Jahreskreis

Brigid – Göttin des Lichts, der Poesie und des Neubeginns

Brigid – Hüterin des Lichts und der leisen Anfänge

Es gibt Gestalten, die treten nicht laut in unser Leben.
Sie kommen nicht mit Donner oder Forderungen.
Sie setzen sich still an den Rand des Tages, entzünden ein kleines Feuer –
und warten, bis wir bereit sind, hinzusehen.

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Brigid ist eine von ihnen.

Man sagt, sie komme im Spätwinter.
Wenn die Erde noch kalt ist,
wenn das Licht erst ahnt, dass es zurückkehren darf.
Wenn Hoffnung kein großes Wort ist,
sondern ein leiser Gedanke.


Wer ist Brigid?

Brigid ist eine der bekanntesten Göttinnen des keltischen Glaubensraums.
Und doch entzieht sie sich einfachen Erklärungen.

Sie ist Göttin des Lichts,
aber kein grelles Licht.
Eher das Leuchten einer Kerze am frühen Morgen.

Sie ist Göttin der Poesie,
der Worte, die heilen,
der Lieder, die erinnern.

Sie ist Göttin des Feuers,
nicht des zerstörenden,
sondern des wärmenden Feuers im Herd,
das Familien zusammenhält.

Und sie ist Göttin des Neubeginns.
All jener Anfänge, die noch unsicher sind.
Zart.
Aber wahr.


Brigid – Dreifach und doch eins

In alten Überlieferungen erscheint Brigid oft als dreifache Göttin:

  • als Hüterin des Feuers
  • als Heilerin
  • als Dichterin

Diese Dreiheit ist kein Widerspruch.
Sie zeigt, dass Schöpfung viele Formen hat:
Worte, Hände, Wärme.

Brigid steht für das Erschaffen aus dem Inneren heraus.
Für das, was reift, bevor es sichtbar wird.


Warum Brigid heute wieder berührt

Vielleicht, weil unsere Zeit laut ist.
Vielleicht, weil viele das Gefühl haben, ständig funktionieren zu müssen.

Brigid erinnert uns an etwas anderes:

  • Dass Pausen heilig sind
  • Dass Kreativität kein Luxus ist
  • Dass Fürsorge eine Kraft ist

Sie ist keine Göttin des „Mehr“.
Sie ist eine Göttin des Genug.


Brigid im keltischen Jahreskreis

Im Jahreskreis steht Brigid für die Schwelle zwischen Winter und Frühling.
Für das Dazwischen.
Für den Moment, in dem noch nichts sicher ist –
außer der Tatsache, dass etwas in Bewegung kommt.

Doch dieses Fest, diese Zeit, diese Rituale
verdienen einen eigenen Raum.

👉 Im nächsten Beitrag tauchen wir deshalb tief in das Fest ein, das Brigid gewidmet ist – Imbolc.
Mit seiner Bedeutung, seinen Symbolen und seiner besonderen Zeitqualität.


Brigid als Erzählerin für Familien

Brigid ist keine ferne Figur.
Sie eignet sich besonders für Familien,
für Kinder,
für gemeinsames Innehalten.

In Geschichten wird sie oft als jene dargestellt,
die am Feuer sitzt,
zuhört,
und Wissen weitergibt –
nicht belehrend, sondern einladend.

Genau diesem Bild folgt auch mein Buch:

👉 „Brigid und das erwachende Licht – Geschichten, Rituale und leise Magie für Familien“

Darin begleitet Brigid Familien durch 13 Tage Imbolc –
mit Geschichten, Ritualen für Kinder und Erwachsene
und kleinen, stillen Momenten, die verbinden.

Ein leiser Anfang

Brigid drängt sich nicht auf.
Sie bleibt.

Und vielleicht ist genau das ihre größte Gabe.